DLW - Deutsche Linoleum Werke


Gründung 1883 als überhaupt erste Linoleumfabrik in Deutschland, 1896 Umwandlung in eine AG. Das Werksgelände war fast 200.000 qm groß, davon über 81.000 qm mit Fabrikgebäuden für die Trocknung, Lagerung und Versendung von Linoleum überbaut. Börsennotiz Berlin und Bremen.

 

Unter Führung der I.G. Farben, die dabei ihre eigene Linoelum-Produktion aufgab, fusionierten 1925 die Germania Linoleum-Werke AG als aufnehmende Gesellschaft mit der Delmenhorster Linoleum-Fabrik (Ankermarke), der Deutsche Linoleum-Werke Hansa in Delmenhorst und der Linoleum-Fabrik Maximiliansau zur “DLW Deutsche Linoleum-Werke AG”.

 

1928 Rationalisierung über europäische Landesgrenzen hinweg durch Zusammenschluß mit der Linoleum-AG Giubiasco (Schweiz) und der Linoleum AB Forshaga (Schweden) unter dem Dach der “Continentale Linoleum-Union” (1940 wieder aufgelöst).

 

In der Weltwirtschaftskrise 1931 Stillegung der Werke Maximiliansau und Velten bei Berlin, die Produktion wurde in den beiden größeren (bis heute produzierenden) Werken Bietigheim und Delmenhorst konzentriert.

 

1937 Verkauf des Werkes Köpenick, 1938 Sitzverlegung von Berlin nach Bietigheim, 1969 Umfirmierung in DLW AG.

 

Bis in die 60er Jahre hinein standen in der DLW ca. 1.700 Beschäftigte in Lohn und Brot.


Die Produktion von Tufting-Teppichböden

wurde 1960 im Delmenhorster Hansa-Werk

und 1968 auch in Bietigheim aufgenommen.


 

Im Jahr 2000 Übernahme durch den

US-amerikanischen

Konkurrenten Armstrong

und Umfirmierung in

ARMSTRONG DLW AG.


Weil die DLW früher den Namen "Anker" trug, erklärt es sich, warum an das Werksgelände angrenzende Straßen bis heute "Ankerstraße" und "Hinter der Anker" heißen.