Delmenhorst - Katholische Kirchen


Katholische Stadtkirche St. Marien



Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die vormalige Ackerbürgerstadt Delmenhorst im Herzogtum Oldenburg zu einem bedeutenden Industriestandort. Insbesondere die 1884 gegründete Norddeutsche Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei zog zahlreiche Arbeiter aus katholischen Gebieten wie Böhmen, Galizien, Polen und Schlesien an. Für ihre geistliche Betreuung wurde 1879 eine Kapelle und 1901/03 die jetzige Pfarrkirche St. Marien errichtet. Der "Rote Dom", wie das nach Kriegszerstörungen 1944/49 wieder aufgebaute Gotteshaus auch genannt wird, ist neben dem 72 m hohen Kirchturm ein dreischiffiger neugotischer Backsteinbau und bietet Platz für 900 Personen.

Eine selbständige Pfarrei wurde Delmenhorst 1912. Infolge des erneuten sprunghaften Anstiegs der Katholikenzahl durch den Zustrom der Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelten sich im Delmenhorster Diasporagebiet weitere Gemeinden. Am 1. Januar 2006 wurde nach der gemeindekirchlichen Reform die neue Kirchengemeinde mit dem Namen „Katholische Kirchengemeinde St. Marien“ gegründet.