Delmenhorst - Evangelische Kirchen


Evangelische Stadtkirche Zur Heiligen Dreifaltigkeit



Seit 1543 ist an diesem Standort ein Kirchenbau belegt, der allerdings nur wenig stabil war und ständige Reparaturen erforderte. Ihm folgte ein Neubau aus den Jahren 1614-1619.

 

Die ältesten Mauern stammen aus dem 17. Jahrhundert. 1742 entstand der Kirchturm. Es wurden Ziegel des Huder Klosters wurden im Turm vermauert. 1787-1789 wurde das Kirchenschiff erneuert.  Erst 1908 gewann sie ihre heutige Gestalt, als die Kirche auf 44,85 Meter Länge und ihr Turm auf 54 Meter Höhe wuchs.

 

Im unter dem Altarraum liegenden Keller entstand ein Raum für die Zinnsärge der gräflichen Familie. Die Grafengruft wurde in den Jahren 1614-19 angelegt. Noch heute bergen die Zinksärge die sterblichen Überreste des Delmenhorster Grafen Anton II, seiner Frau Sibylla Elisabeth, ihrer Tochter Sybilla Maria und ihres Sohnes Christian IX, dem letzten Delmenhorster Grafen.

 

Für die Gestaltung des Altarraumes steuerte der bekannte Delmenhorster Maler Fritz Stuckenberg (1881-1944) das Gemälde "Der zweifelnde Petrus" für die Altarbekrönung ein Madonnenbild mit Kind bei. 1967 fiel der schöne Kirchenraum einer Renovierungsaktion zum Opfer. Der neue Kirchenraum ist eher zweckmäßig, nüchtern und kühl geraten. Dieses Erscheinungsbild konnten die 1986 vorgenommenen Nachbesserungen, wie die Wiederanbringung des alten Kronleuchters und das verbleite Buntfenster, nur teilweise verbessern.

 

Textquelle: Auszüge aus dem Buch „Delmenhorst – Ein verlorenes Stadtbild“

von Werner Garbas und Liesel Wittenberg


Vor der Kirche ein Obelisk (1874) - das älteste Denkmal der Stadt.


Evangelische Kirche "Zu den zwölf Aposteln" in DEL-Düsternort


Nach dem 2. Weltkrieg entstand durch den Zuzug von mehreren Tausend Vertriebenen aus Schlesien und Ostpreußen im Delmenhorster Stadtteil Düsternort ein neues Wohngebiet. Schon die Straßennamen – z. B. Elbinger Straße, Breslauer Straße, Danziger Straße etc. – wiesen auf die Herkunft der meisten Bewohner hin.

 

Am 31 . Oktober 1954 wurde die neue evangelische Kirche  "Zu den Zwölf Aposteln", von vielen kurz und liebevoll "Apostelkirche" genannt, eingeweiht. Die Zwölf Apostel sind innen und außen das Wahrzeichen der Kirche, sie umrahmen im Inneren die Rosette und zieren äußerlich aus Stein gehauen die Kirche.


 

In dieser Kirche wurde ich am 2. April 1967 konfirmiert. Eine Woche später folgte meine beste Freundin Sabine Maiwald. Diese Termine kamen uns damals sehr gelegen, konnten wir uns so doch gegenseitig zur Feier der Konfirmation besuchen, die jeweils im Familienkreis stattfand.